Freitag, 29. Mai 2009

Wahn, Wahn überall Wahn - Twittern am Freitag

Im letzten Post habe ich mich schon mit der generellen Unlust der Deutschen beschäftigt, sich mit neuen Web 2.0-Diensten zu beschäftigen. Twitter ist hierfür der beste Beweis. Aber ich darf die Web-Gemeinde beruhigen/warnen: Es wird kommen und auch ganz groß.

Über den Sinn oder Unsinn des Micro-Blogging-Dienstes ist schon viel gebloggt worden. In Amerika wird Twitter vor allem als SMS-Ersatz benutzt. Doch ansonsten ist noch nicht so klar, was mit Twitter eigentlich gemacht wird.

Selbstdarstellung? Ja! Werbung? Auch! Spaß? Vielleicht. News finden? Sicher! Twitter ist wieder ein Dienst, der noch in der Entstehungsphase begriffen ist und der gerade eine schnelle Evolution durchläuft. Da kommt irgendwas, man weiß aber nicht richtig was überhaupt.

Ein kurzer Blick in die deutschen Twitter-Welten offenbart, dass zur Zeit vor allem Journalisten, PR-Berater und eine ähnliche Mischpoke ;) den Dienst nutzt. Der Endnutzer/Kunde/Casual User übersieht Twitter noch geflissentlich und nutzt viel lieber StudiVZ-Derivate und Instant Messenger.

Doch Medienpräsens ist gegeben und deswegen steht es gar nicht so schlecht, um die Zukunft des Dienstes. Schauen wir mal.

Und da Follow-Friday ist, folgt mal mir und meinen lieben Kollegen: @hoffi2312 @ben_lorenz @nordmeyer @mmorschel

Für die Google Wave bedarf es des uomo nuovo


Interessant, welches Konzept Google gestern vorgestellt hat. Das Konzept der Google Wave will nichts anderes, als unsere gesamte Kommunikation erneuern. Live-Austausch von Bildern, Karten, Sounds, Videos und was auch immer und natürlich auch Plaudereien sollen möglich sein.



Damit will Google dann E-Mail und Instant-Messaging ersetzen. Die Web-Kommunikation würde dann zu einer großen Gedanken-Matrix unter dem schönen Mantel der "Echtzeitgespräche" - dieser Begriff kursiert jetzt schon einige Zeit in Web 2.0-Blogs und Foren.

Es erinnert - wenn man das ganze von einem philsophischen Standpunkt aus betrachtet - an ein Geheimes Projekt aus dem fantastischen Spiel Sid Meyers Alpha Centauri: Die telephatische Matrix. Warum jetzt philosophisch und warum dann ein Computerspiel. Nun ja, SMAC - das ein Civilization im Weltraum ist - baut auf den Welten der großen, alten und weisen Science Fiction-Autoren auf, die sich mit den moralischen und ethischen Konsequenzen der technischen Entwicklung beschäftigt haben.

Zu nennen sind hier Asimov (I, Robot; Foundation Saga), Arthur C. Clarke (2001), Stanislav Lem (Exisitieren Sie, Mr. Jones) und William K. Dick (Bladerunner), die weniger durch Action-Sequenzen als durch soziologisch-technologische Beobachtungen brillieren. Aber wie telephatische Matrix von SMAC und Google Wave zusammen?

Die telephatische Matrix verhindert in den Alpha Centauri-Basen wirkungsvoll Revolten, indem sie eine direkte geistige Verbindung zwischen allen Menschen herstellt. Borg-mäßig, ja. Google Wave möchte die auch, sicher, nicht durch eine telephatische Verbindung - noch sind wir nicht soweit - doch durch die kombinierten Mittel des Web 2.0.

Doch braucht es auch der Menschen, die diesen Dienst befüllen und das wird - zumindest in Deutschland - auf sich warten lassen. Hier hat sich der us-amerikanische Trend, ständig online zu sein und alles mit allen zu teilen, noch nicht durchgesetzt. Wir brauchen den neuen Menschen - den uomo nuovo - damit diese totale Digitalisierung greifen kann.

E-Mail und Instant Messaging sind wirklich nur modernere Methoden von alten Prinzipien - Google Wave und andere Web 2.0-Dienste schaffen nun wirklich eine Matrix der Kommunikation, die dein ganzes Leben einnimmt. Besonders vor dem Hintergrund, dass auch spätestens in zwei Jahren Smartphones mit günstigen Immer-Online-Tarifen zum Standard gehören werden. Unser aller Leben wird sich rasant ändern.

Ich stehe der ganzen Entwicklung ambivalent gegenüber: Faszination, Furcht und Schulterzucken schließen sich bei mir zu einem Meinungsblob zusammen. Und außerdem fehlt es mir an den Leuten, die sich mit mit in die telephatische Matrix begeben würden.

Freitag, 22. Mai 2009

Handy-Funktion von Windows 7

Das letzte Foto habe ich mit meinem Handy gemacht. Nicht der Hit, aber es reicht. Nun musste es auf den Computer, also USB-Kabel angeschlossen und ab dafür. Wurde auch direkt erkannt und konnte ohne Neustart genutzt werden.

Es poppte mit allerdings ein Fenster entgegen, dass ich noch nicht kannte (War das bei Vista schon da??) Eine Handy-Verwaltung. Mit dem Fenster kann man nicht viel machen, aber es reicht, um Bilder und Videos zu importieren.

Diese landen dann auch, wo man sie haben will. Insgesamt werde ich mir aber doch einmal wieder den My Phone Explorer runterladen. Da kann ich auch einfach Kontakte verwalten. Mal schauen, ob er es unter Windows 7 64 tut.

Nachtrag: Tja, die Treiber scheinen noch nicht mit Windows 7 64 zu klappen. Schade, aber wenigstens kann ich die Bilder vom Handy holen.

Eine neue Maus... Na, endlich!


Kein Microsoft-Browser mehr, dafür aber eine Microsoft-Maus. Nachdem meine letzte mit und mit dem Verschleiß einheimfiel, kam ich dank Gottes Fügung zu einer Microsoft Sidewinder X3-Maus. Ist recht groß und für Menschen mit kleinen Händen eher nicht zu benutzen. Die Seitentasten liegen für meinen Geschmack ein wenig zu weit vorne und sind daher schwer zu errreichen.

Aber allgemein ist es doch eine Wohltat eine neue Maus zu haben. Sie gleitet flott und flüssig über das Mauspad und macht das Arbeiten an meinem Heim-PC um einiges einfacher. Sie ist als Gamer-Maus klassifiziert, was mir recht egal ist. Meine Strategie- und Rollenspiele benötigen jetzt nicht die Über-Skills am Eingabe-Gerät.

Trotzdem merke ich, wie etwas so "billiges" wie eine Maus oft unterschätzt wird. Man legt wohl eher das Augenmark auf Hardware wie Grafikkarten etc., übersieht dabei allerdings, dass die Maus das primäre Eingabegerät ist und ihr daher mehr Aufmerksamkeit zu schenken ist.

Aalogie des Tages: Das ist, als wenn viel Geld in einen teuren Anzug gesteckt wird, aber die Unterhose zwickt und zwackt!

Endlich wieder normale Menschen... Ähm, Browser

Nachdem ich mich in meinem letzten Blog-Eintrag mit dem Internet Explorer 8 arrangieren musste, ist nun wieder Zeit zu meiner jüngeren und schlankeren Browser-Freundin zurück zu kehren. Sorry IE, du konntest mir doch nicht mehr bieten! Die Zeit war zwar ganz nett, aber es war nur wegen der Erinnerungen, nicht mehr, nicht weniger.

Und was ist nun der Grund, warum ich wieder switche? Ganz einfach: Google hat nun offiziell Chromes zweite Version veröffentlicht. Diese läuft vollkommen zufrieden stellend. Schnell wie eh und je und jetzt auch mit Flash 10!

Scheint, dass das Problem mit Flash nicht primär bei Adobe, sondern bei den Browser-Entwicklern liegt. Ein bißchen Entwicklungsarbeit und das Plug-in wird vollkommen automatisch aus dem Netz gezogen. Kein herunterladen von extra Flash-Installationsdateien oder ähnlichem. Herrlich!

So, was der Firefox macht, ist mir jetzt herzlich egal. :p Ich hab meinen Daten-Kraken-Browser wieder!

Dienstag, 12. Mai 2009

Windows 7, meine Nemesis

Da benutzt mein ein schönes neues Betriebssystem und muss feststellen, dass man eine Reise in die Vergangenheit antritt. Warum ist das so? Ganz einfach: Der begeisterte Nutzer wird dazu gezwungen einen Browser zu benutzen, der mittlerweile als Randnotiz der Geschichte anzusehen ist. Ja, ich rede von dem Internet Explorer, Microsofts Internet Explorer.

Die Pioniertage

Damals, es war so um die Jahrtausendwende, hatte man keine andere Alternative als den IE zu verwenden. Gut, es gab natürlich Netscape, aber wenn wir mal ehrlich sind, war dieser klobig und das einzig gute, was aus ihm entstand, war der Firefox. Der Internet Explorer war sicherlich nicht das höchste der Gefühle, aber ich kannte zumindest nichts besseres.

Bis eines Tages Opera vorbeikam. Tabbed-Browsing: Super! Mausgesten: Sinnlos! Damit war der Internet Explorer für mich Geschichte. Ich nahm gerne in Kauf, dass einige Seiten nicht richtig dargestellt wurden. Das Internet war noch in der Pionierzeit, da kann man auch ein wenig den rauhen Pionieralltag aushalten.

Firefox und glücklich dabei

Nun, am Horizont tauchte dann die erste DSL-Flat und der Mozilla Firefox auf. Das war es erstmal für lange Zeit. Der Open Source Browser war schlank, schnell im Gegensatz zu der aufgeblähten Softwaresuite, die der Opera mitbrachte. Der Switch wurde nicht bereut.

Auch wenn ich kein exzessiver Add-on-Nutzer bin, war es natürlich eine ideologisch korrekte Handlung, den Firefox zu benutzen: Wenn man schon zu faul ist, sich ernsthaft mit einer Linux-Distri zu beschäftigen, dann benutzt man gefälligst den Open Source-Browser, der jedem gefällt.

So zogen andere Seitenbetrachter auf dem PC an mir vorbei, ohne das ich diese eines Blickes würdigte. Nur eine neue Liebe konnte mich zu einem neuen Browser bewegen: Ein schickes kleines iBook kam mit Safari. Apples Eigengezücht überzeugte mich und wurde zum Betrachter Nummer 1.

Der Browser der bösen Datenkrake

Tja, von dieser schicken Dame konnte mich dann nur eines reissen: Ihr plötzlicher Tod dank defektem inneren Netzteil. Und wieder zurückgekrochen zu Firefox. Doch irgendwie wurde ich unruhig. Nach Safari kam mir Mozillas Variante doch arg behäbig vor. Es war nicht mehr das selbe, wirklich nicht.

Bis Google seinen Chrome veröffentlichte. Ja, ja, vom Paulus zum Saulus. Die Datensicherheits-Diskussion tangiert mich nicht so. Außerdem gibt es mit Chromium auch eine von Google abgeschottete Variante.

Der Umstieg wurde mir schon dadurch erleichtert, dass ich kein Add-on Junky bin. Ich will einen stabilen, schnellen und minimalistischen Browser. Die Suche in der Taskleiste gefällt mir sehr. Es wird möglichst wenig Platz auf dem Monitor durch Statusleisten verbraucht.

Windows 7: Das Imperium schlägt zurück

Und nun kehre ich zurück. Windows 7 ist nun mein Hauptsystem und es kämpft doch noch mit ein paar Kinderkrankheiten. Google Chrome will noch nicht mit der 64bit-Version - ein Update lässt auf sich warten. Zusätzlich ist es nicht möglich, ohne Probleme Adobe Flash 10 zu installieren. Flash 9 geht, aber da streiken bei mir einige meiner liebsten Video-Stream-Seiten. Nicht das wahre.

Ohne Adobe Flash 10 auch keine Adobe Air-Programme und damit kein Twitter. Wenn ich diesen Nonsense-Dienst schon nutze, dann auch mit einem gut aussehenden Client. Also, was bleibt? Ja, der Internet Explorer. Vielleicht eine Masche von MS, das ich gezwungen werde, den Browser zu nutzen.

Internet Explorer? Baah! Oder doch nicht?

Ich bin aber durchaus positiv überrascht: Microsoft scheint sich in letzter Zeit um 180 Grad gedreht zu haben. Windows 7 ist sehr gut und der IE ist... nun, ja... ganz passabel. Er macht zumindest einen schnelleren Eindruck als der Firefox und bringt ein paar ganz nette Features mit sich, wie die Option, neue Suchen per einem Klick hinzuzufügen, Tab-Gruppen farblich zu markieren und eine bessere Ansicht in der Superbar.


Gucke mir jetzt auch einmal die Webslices an, was die so taugen. Jedenfalls ist es kein Weltuntergang den Internet Explorer in seiner achten Inkarnation zu nutzen, wie es noch mit dem sechsten der Fall gewesen werde.

So, erst hat mich Google bekommen, jetzt holt mich auch noch Microsoft in´s Boot... Hmm, und dabei wollte ich mir doch immer mal ein Linux installieren...


Wieder ein blog...

... und wieder einmal ein erster Post, der die Grundlage der wunderbarsten Selbstbeweiräucherung werden soll oder ähnliches. Daher fasse ich mich kurz, bevor es noch peinlicher wird, obwohl kein Alkohol oder ähnliches involviert ist. Themen werden recherchiert und kommen hoffentlich noch in Hülle und Fülle.